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  Geschichte    
  Von etwa 854 bis zu seinem Tod im Jahr 884 lebte der wohl aus Irland stammende Eusebius am Viktorsberg. Er hatte sich dort als „Inkluse“ zu Askese und Gebet einschließen bzw. einmauern lassen. Als Kaiser Karl III. 885 dem Kloster St. Gallen eine bedeutende Schenkung in Röthis zukommen ließ, war damit die Bedingung verbunden, bei der Kirche St. Viktor für den Unterhalt von zwölf Personen zu sorgen, womit wohl ein Mönchskonvent gemeint war. Allerdings gibt es bislang keinen Beleg dafür, dass die St. Galler Benediktiner dieser Verpflichtung nachgekommen wären.
     
  Eusebius blieb durch Jahrhunderte vergessen, bis der Überlinger Volks- und Erbauungsschriftstellter Johann Georg Tibianus zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Lebensgeschichte des später Heiliggesprochenen veröffentlichte, die zwar rasch volkstümlich wurde, mit der historischen Persönlichkeit aber wenig gemein hat.  
   
  Die Baulichkeiten des heutigen Seminar- und Kulturzentrums gehen auf ein 1384 von Graf Rudolf V. von Montfort-Feldkirch gestiftetes Minoritenkloster zurück, das über vier Jahrhunderte bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1785 bestand. Nach der Auflösung des Klosters blieb nur ein Pater als Kurat im Hause, was dazu führte, dass das Kloster die Funktion eines Pfarrhofes bekam. Es wurde deshalb auch in späterer Folge als Schul- und Pfarrhof genutzt.  
       
  1908 beschloss die Vorarlberger Landesregierung, zur Erhaltung von Kirche und Klostergebäude eine Subvention zu gewähren, obwohl für solche Zwecke üblicherweise keine Landesmittel gewährt wurden. Die Ausnahme wurde deshalb gemacht, da es sich um eine der ältesten christlichen Ansiedlungen in Vorarlberg handelt.